Windows Experience Index (WEI) existiert seit Windows Vista und stellt die Infrastruktur zur Leistungsbewertung von Windows-Installationen bzw. deren darunter liegende Hardware zur Verfügung.
Unter www.weishare.net gibt es nun ein Projekt welches aus der Cloud heraus läuft (Azure) und es erlaubt die Leistungsindikatoren des eigenen PCs abzurufen bzw. aktuell zu berechnen und anonymisiert in einer zentralen Datenbank (Cloud) ab zu legen und der Allgemeinheit zum Vergleich zur Verfügung zu stellen.
Der Quellcode für das Projekt (WEI-Share) steht zur Verfügung, eine gute Gelegenheit um sich mit der Cloud/Azure näher zu beschäftigen!
Natürlich habe ich mir sofort meine Leistungsindikatoren berechnen lassen und meine aktuelle Hardware (1-2 Jahre alt) mit den TOP-5 der Woche verglichen. Das Ergebnis war in der Tat erfreulich, vorausgesetzt man betrachtet den Leistungsindex der einzelnen Komponenten, nicht unbedingt den Gesamt Index.
Erkenntnis:
Aktuelle Intel i7 Prozessoren kommen auf einen Leistungsindex von 7.8 Punkten, da sind die 7.1 Punkte von meinem Q6600 gar nicht so schlecht und kein Anlass um hier groß zu investieren.
Beim RAM sind die Werte eigentlich identisch, aktuelle Systeme haben 7.8 Punkte, ich habe 7.1 Punkte (mein Laptop hat 5.1)
Bei CPU und RAM ziehe ich daher den Schluss, dass es durch einen Neukauf etwas zu gewinnen gibt, dies allein derzeit eine Neuanschaffung von Hardware aber nicht wirklich begründen kann.
In der Grafik-Leistung ist schon ein größerer Unterschied zu finden (6.5 Punkte für mein System 7.8 Punkte für die TOP-3). Aber nachdem bei mir weder Spiele laufen, noch komplexe Renderings zu erwarten sind (Visual Studio in diversen VM’s machen bei mir die ganze Arbeit) glaube ich jetzt, den Unterschied in der Grafik-Leistung ignorieren zu können.
Richtig interessant wird es noch bei den Harddisks.
Alle PCs aus den Top-3 liefern Werte von 7.5 bis 7.8 für den Leistungsindex und zeigen einen freien Speicher von meist unter 50GB an. Ich schließe daraus dass es sich bei allen um Solid State Disks (SSD) handelt. Wenn man nämlich in der Liste nach unten scrollt, springen die Werte plötzlich auf unter 6.0 Punkte und gleichzeitig werden immer mehrere hundert GB freier Speicher angezeigt, hier dürften wir uns also im Bereich der klassischen Harddisks aufhalten.
Ähnlich sieht es bei mir aus. Die SSD liefert einen Index von 7.1 Punkten, eine Harddisk 5.9
Bzgl. Hardware-Investitionen ziehe ich daraus folgenden Schluss:
Solange das System stabil läuft und keine Probleme auftreten, spricht nichts dagegen, es noch mindestens ein Jahr wenn nicht länger weiter zu betreiben. Bis dorthin ist entweder der Leistungszuwachs bei neuen System noch gestiegen, oder der Preis für aktuelle TOP-3 Geräte massiv gesunken.
Der einzige Punkt an dem es sich ev. lohnen würde schon früher zu investieren wäre ein Ersatz diverser Harddisks durch aktuelle/schnelle Solid State Disks. Investitionen hierin lassen sich insofern auch einfacher argumentieren als dass eine Mitnahme in ein Neusystem in 1-2 Jahren einfach möglich sein müsste (vorbehaltlich ev. Probleme aufgrund geringer Langzeiterfahrung mit SSDs).