Im letzten Sommer/Herbst habe ich wieder einmal meine Monitor-Situation verändert, und trotz bester Absichten eine massive Verschlechterung der Produktivität (und meinem persönlichen Wohlfühlen) am Arbeitsplatz herbeigeführt. Leider hat es eine Weile gedauert bis ich den Fehler erkannt habe, aber jetzt scheint die Sache ausgestanden zu sein. Aber der Reihe nach.
Ausgangslage waren 2 Samsung Displays mit jeweils 21” und 1600×1200 Pixel Auflösung.
Bei der täglichen Arbeit war VMWare Workstation im Dual-Monitor-Modus in Betrieb. D.h. ich hatte eine Office-VM und (mehrere) Entwicklungs-VM’s, alles jeweils im Dual-Monitor Betrieb. Auf den zwei Monitoren konnte immer NUR EINE VM dargestellt werden. Die Tastenkombination Strg+Alt+PfeilRechts/PfeilLinks ermöglichte den schnellen Wechsel zwischen den einzelnen VMs, alles Problemlos.
Im Laufe des Sommers ist mir dann einer der 2 Bildschirme eingegangen und ich musste mir Ersatz besorgen.
Nachdem die Preise für Flachbildschirme in der Zwischenzeit in den Keller gefallen waren (die 21-Zöller hatten mich noch über 800€ pro Stück gekostet) holte ich mir einen 23 Zöller mit 1900×1600 Pixeln vom Händler (~300€)
Durch den um 300 Pixel breiteren Bildschirm kam ich auf die Idee, auf den Dual-Monitor Betrieb zu verzichten und Visual Studio nur mehr auf einem Monitor (mit 1900 Pixeln breite) zu betreiben.
“Und was mache ich mit dem verbleibenden 21-Zöller?”
war der nächste Gedanke.
Ganz einfach, auf dem lasse ich mein “Office” laufen: Outlook, Skype/Messanger und Browser. Immer alles im Blick – war die Überlegung.
In dieser Konfiguration habe ich dann über Monate gearbeitet, aber immer mit dem Gefühl, dass irgend etwas nicht passt. Ich komme bei der Arbeit nicht voran, finde keine Ruhe und so fort. Aber die Ursache konnte ich nicht auf den Punkt bringen.
Erst ein längerer Aufenthalt im Ausland, beschränkt auf den Laptop (langsam und nur 1 Bildschirm) hat mich auf die Idee gebracht: Meine Office-Umgebung stört meinen Arbeitsfluss.
Dadurch dass Outlook, Skype, Browser usw. dauernd offen waren, bekam ich jede eingehende Nachricht unmittelbar ins Gesicht geknallt, und die aktuelle Tätigkeit wurde deshalb unterbrochen. Der offene Browser bringt zwar keine direkten Unterbrechungen mit sich, lädt in Denkpausen aber immer dazu ein eine “Runde im Internet” zu drehen statt sich wirklich der Denkpause zu widmen. Alles in Allem viel zu viel Ablenkung.
Problem erkannt, Problem begannt:
Die Lösung:
Office läuft ab sofort nicht mehr am parallelen Bildschirm sondern wie früher direkt in der VMWare Workstation – im Hintergrund. Dort ist es, wie früher mit einem Tastendruck ganz schnell erreichbar (Strg+Alt+PfeilLinks) aber eben nicht dauernd sichtbar. Noch viel wichtiger, zum Erreichen der Visual Studio VM muss die Office-VM in den Hintergrund und damit ist jede Ablenkung unterbunden.
Den parallelen 21 Zöller habe ich natürlich nicht eingemottet, sondern er wird weiterhin verwendet, aber eben für echte parallele Tätigkeiten (Notizen, Doku, Remote Desktops etc.)
Damit sollte einem motivierten und produktiven Jahr 2010 nichts mehr im Wege stehen.